Zwei volle Tage durften wir im Kakadu NP im nördlichen Northern Territory verbringen. Der Park ist extrem von Regen- und Trockenzeit geprägt. Aktuell befinden wir uns am Ende der Trockenzeit: Ende Oktober, Anfang November wird mit dem Einsetzen der ersten Monsunregenfälle gerechnet. Da ist der gesamte Park ein einziges Wetland. Auch wenn die Natur die Regenfälle kaum erwarten kann sind dann viele Ort und auch Straßen des Parks überflutet. Kakadu ist für seine Artenvielfalt in Flora und Fauna bekannt, vorallem die seltenen Vogelarten und vielen Salzwasser-Krokodile locken eine Vielzahl der Besucher an.
Wir haben uns in einem Resort nahe Cooinda eingenistet um von dort verschiedene Touren zu unternehmen. Eines sollte jedem Besucher klar sein: allein durch Durchfahren des Parks sieht und erlebt man überhaupt nichts. Da kann man auch gleich durch die Eifel gondeln. Man muss abseits des Highways (idealerweise mit einem Allradfahrzeug) bzw. auf dem Wasser unterwegs sein. So haben wir z.B. mit Yellow Water Cruises die Sonnenaufgangstour (6:45) auf dem YellowWater Billabong und dem South Alligator River gebucht. Eine unvergessliche Tour, die jeden cent wert war: die aufsteigenden Nebelschwaden, die Vogelschwärme und vorallem die Salties haben uns ordentlich Laune gemacht. Krass ist, dass die Boote mit Rettungswesten ausgestattet sein MÜSSEN, der Guide uns allerdings nahegelegt hat: "Well, these things are totally useless since we are in crocodile area and you wouldn't reach the other side of the river alive." Und tatsächlich soll es wohl so sein, dass wenn man mitten im Yellow Water über Bord geht, mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% die 10 rettenden Meter zum Ufer nicht zu schaffen sind. Uahhhh.
Ein weiteres Highlight unseres Besuch war die AllradTour zu den JimJim Falls. In der Regenzeit ist hier ein 200m hoher Wasserfall in voller Pracht zu beobachten... das Dumme ist: man kommt nur mit dem Hubi hin. In der Trockenzeit ist die Straße zwar befahrbar, die Fälle allerdings trocken. Natürlich sind wir hin. Allein die Straße ist ein echts Abenteuer. Wir mussten im Vorfeld bei unserem Vermieter eine Freigabe für die Strecke einholen um versicherungstechnisch "sauber"(!) zu sein. "You are cleared for JimJim Falls Road". Und los gings: die ersten 45 km gehts gemächlich über eine gute Schotterstrasse. Im Anschluss weisen Schilder deutlich auf den benötigten Allradantrieb hin. Und dann geht es auch auf den nächsten 10 km ordentlich zur Sache: tiefer Sand, dicke Steine, Schlagloch an Schlagloch, Bodenwelle an Bodenwelle, Wasserdurchfahrten... alles einspurig. So sind wir die gesamte Strecke im 1. Gang (H4) dahin geholpert. Groooßer Spaß. An dieser Stelle auch nochmal einen Dank an den Coach. Ohne die Vorbereitung hätte das nicht so gut geklappt. Einen kleinen Verlust gab es jedoch zu vermelden: die Einstiegstreppe an unserem Wagon hat sich bei einer Wasserdurchfahrt mit einem lauten Knall verabschiedet... der Vermieter hat es heute gelassen hingenommen. Der Weg hat sich gelohnt... die Schlucht ist der Wahnsinn.
Heute sind wir in Darwin gelandet und mussten uns von unserer "Röhrmöhr" verabschieden. Morgen gehts zurück an die Ostküste zum Segeln.
Fotos aus dem Kakadu -> da.


heute mit Abstand die besten Bilder,wäre heute
gerne dabei gewesen.Weiterhin für euch alles Gute,viel
Spaß und eine erlebnisreiche Zeit.
Liebe Grüße an Heike
Dein Vatter
Viel Spaßerl noch und passt weiterhin auf euch auf!